SABIN TAMBREA IM INTERVIEW

Wir haben den deutsch-rumänischen Theater- und Filmschauspieler Sabin Tambrea für ein exklusives Fotoshooting im Hagener Stadttheater getroffen. Eine gemeinsame Vergangenheit verbindet, umso mehr freuen wir uns, dass er sich die Zeit genommen hat, diese tolle Fotostrecke umzusetzen und mit uns ein wenig über seine Verbindung zu Hagen, seine Zeit bei Søren Fashion sowie seine erfolgreiche Film- und Theater-Laufbahn zu sprechen.

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BACK TO HAGEN

EINE REISE DURCH DIE ZEIT

Du stammst ursprünglich aus Rumänien und bist 1987 im Alter von drei Jahren nach Hagen gezogen. Mittlerweile wohnst Du schon seit über 10 Jahren in Berlin. Trotzdem sieht man Dich immer wieder hier. Was genau verbindet Dich so stark mit Hagen?
Meine Kindheit und die Jugend und alle Erinnerungen, die ich während dieser Zeit gemacht habe. Ich komme gerne nach Hagen, weil das einfach ein Teil von mir ist und von meiner Geschichte und deshalb möchte ich die Menschen, die ich hier kennengelernt habe und die Freundschaften, die ich geschlossen habe auch weiterführen.

Wohnen also Deine Familie und Freunde auch noch hier?
Es ist hauptsächlich Familie. Theaterfamilie und Søren-Familie und die eigentliche Familie.

Vor Deiner Schauspielkarriere hast Du bei Søren Fashion gearbeitet. Was fällt Dir als erstes spontan ein, wenn Du an diese Zeit zurück denkst?
Tüten auf den Dachboden tragen (lacht). Das war mein allererster Job, den ich nicht vergessen habe und auch der beeindruckendste. Ich hatte drei Tage lang Muskelkater!

Hast Du die komplette Lieferung nach oben tragen müssen?
Da waren 20 Kartons voller Tüten, die ich in den fünften Stock – (zu Rasmus gewandt) In welchen Stock musste man die Tüten nochmal tragen? Fünfter Stock unter’m Dach. 10.000 Tüten! Das war das Willkommensgeschenk von Søren an mich, als ich angefangen habe dort zu arbeiten.

Welche Aufgaben hattest du noch als Angestellter bei Søren Fashion?
Ich hab verkauft tatsächlich. Also ich wurde von Rasmus zum Power-Verkäufer ausgebildet. Ich wurde nie so gut wie er, aber ich konnte zumindest viele tolle Menschen kennenlernen und eine tolle Zeit mit dem Søren Team und den vielen treuen Stammkunden erleben.

Wie lang hast du bei Søren Fashion gearbeitet?
Lass es zwei oder drei Jahre gewesen sein.

Auch heute sehen wir Dich immer Mal wieder alle paar Monate bei uns im Laden – obwohl Berlin doch wahrscheinlich auch eine Menge Einkaufsmöglichkeiten bietet. Was macht Søren Fashion für Dich so besonders?
Er hat diesen Stil, der auch in Berlin nicht zu finden ist. Er hat Erfahrung, er hat Geschmack und er kauft wirklich die Sachen ein, die perfekt zueinander passen. Ich werde oft ausgestattet, aber die Anzüge, die ich bei Søren gekauft habe, das sind die, die ich über Jahre hinweg immer wieder gerne anziehe und wo es nicht bei einer einmaligen Sache bleibt.

Sprichst Du dabei von der Passform?
Nein, nicht nur vom Sitz, sondern von den Stoffen. Es ist auch einfach das Auge, was Søren hat, was sich lohnt einzukaufen und an die Leute weiterzugeben. Da hat er schon ein verdammt gutes Adlerauge.

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Mittlerweile hast Du Dich sehr gut in der Film- und Theaterwelt etabliert und auch einige Preise gewonnen. Wo fühlst Du Dich persönlich am wohlsten? Auf der Bühne oder vor der Kamera?
Ich fühle mich in erster Linie als Schauspieler am wohlsten. Das sind ja nur Facetten und kleine Unterschiede, ob ich jetzt vor der Kamera oder auf der Bühne stehe. Beides hat seinen Reiz, worauf ich nicht verzichten möchte.

Du bist mitunter bekannt für Deine eher düsteren Rollen. Was würdest Du sagen, welche Rolle hat Dich am meisten gefordert?
Am schwierigsten darzustellen war wahrscheinlich Joachim Frank in “Ku’damm 56”, weil diese Figur sehr unschön startet. Man vergrault sich sofort die Sympathien der Zuschauer, weil man die Hauptfigur vergewaltigt. Das ist kein guter Start, um auf lange Sicht beim Publikum zu punkten. Aber über drei Folgen hinweg hatte man die Chance, diese Figur zu rehabilitieren und konnte versuchen, wieder ein besseres Licht auf sie zu werfen. Was nicht nötig sein muss nach solchen Tat, aber die Drehbücher waren so fantastisch, dass sogar so eine unmögliche Wendung möglich wurde.

Du sprichst von dem Film „Ku’damm 56“ – ein dreiteiliger Fernsehfilm. Was war das besondere an diesem Dreiteiler und sollen noch weiter Teile folgen?
Der Film wird fortgeführt. Es ist einer der besten Fernsehfilme, Fernseh-Dreiteiler der letzten Zeit, an dem ich mitarbeiten durfte und den ich überhaupt im Fernsehen gesehen habe. Es sind großartige Drehbücher, fantastische Schauspieler. Ich habe die Hoffnung, dass es weit in die Zukunft weitergehen wird.

Du sagtest, dass das eine Deiner schwierigsten Rollen war. Du hast auch „Nackt unter Wölfen“ gespielt. Hat dich die Rolle als Untersturmführer nicht stärker gefordert?
Totschlagargument! Natürlich ist ein Untersturmführer eine schwierige Rolle, da hatte ich nichts zu retten, da musste ich die Figur im Endeffekt nicht gut darstehen lassen. Wenn man von einem Untersturmführer spricht, dann weiß man was man bekommt. Aber bei “Joachim Frank” ging es um die Wendung in den Köpfen der Zuschauer.

Also die Herausforderung für sich selbst, diese Wendung dem Zuschauer wirklich nahe zu bringen und authentisch darzustellen?
Genau!

Im April 2017 moderierst Du „Trip to the Stars“, eine musikalische Reise des philharmonischen Orchesters Hagen durch die schönsten Titel der Filmmusik. Worauf freust Du Dich am meisten und was ist das Besondere wieder hier in Hagen auf der Bühne zu stehen?
Gerade auf dieser Bühne stand ich das letzte Mal mit 14 Jahren bei der Aufführung in “Die Zauberflöte”. Es ist fantastisch wieder hierher zu kommen. Aber was an diesem Abend geschehen wird, weiß ich nicht, ich werde mich wahrscheinlich eine Woche vorher damit befassen.

SABIN TAMBREA IM INTERVIEW